Robert Koch-Institut: Journal of Health Monitoring https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/journal-of-health-monitoring-node.html Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Journal of Health Monitoring.    de-de    Copyright by Robert Koch-Institut. Alle Rechte vorbehalten    webmaster@rki.de    webmaster@rki.de    60          Die allgemeine Gesundheits­kompetenz Erwachsener in Deutschland. Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024 Wed, 01 Apr 2026 08:00:00 +0200 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/FactSheets/JHealthMonit_2026_11_04_Gesundheitskompetenz.html Abstract: Hintergrund: Allgemeine Gesundheitskompetenz (GK) umfasst themen- und kontextübergreifende Fähigkeiten, Motivation und Wissen im Umgang mit Gesundheitsinformationen. Geringe GK ist mit höheren Versorgungsbedarfen und ungünstigen Gesundheitsverhalten assoziiert. Methode: Mit Daten des RKI-Panels 2024 (n = 26.817) soll ein aktueller Überblick über die GK Erwachsener geben werden. Die Messung der GK fand mit dem HLS19-Q12 statt. Die gewichteten Analysen erfolgten stratifiziert nach Geschlecht, Alter und Bildung. Ergebnisse: 81,3 % der Frauen und 81,0 % der Männer haben eine geringe GK. Im Altersverlauf nimmt der Anteil der Frauen mit geringer GK bis zur Altersgruppe der 65- bis 79-Jährigen tendenziell ab, während bei Männern dieser Trend derart nicht zu beobachten ist. Die Gruppe mit hoher Bildung weist bei beiden Geschlechtern den niedrigsten Anteil an geringer GK auf. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse weisen auf erheblichen Handlungsbedarf zur Förderung von GK hin. Diese sollte nicht primär an individuellen Fähigkeiten ansetzen, sondern Angebote und Strukturen sollten so gestaltet werden, dass gesundheitskompetentes Handeln ermöglicht wird.              Diskriminierung und Gesundheit: Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024 Mon, 16 Mar 2026 12:30:00 +0100 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2026_11_03_Diskriminierung.html Abstract: Hintergrund: Diskriminierung ist in bestimmten Kontexten gesetzlich verboten; dennoch findet sie statt und kann erhebliche Folgen für die Gesundheit haben. Dieser Beitrag untersucht soziale Unterschiede in der Verbreitung von Diskriminierungserfahrungen sowie deren Assoziationen mit der Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Methode: Datengrundlage ist das bevölkerungsbezogene Panel „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts. Teilnehmende wurden nach Erfahrungen alltäglicher Diskriminierung sowie möglichen Gründen gefragt. Die Häufigkeit des Erlebens von Alltagsdiskriminierung sowie Mehrfachdiskriminierung wurde für verschiedene soziale Gruppen analysiert. Mittels Poisson-Regressionen wurden Assoziationen zwischen Diskriminierungserfahrungen und der selbsteingeschätzten allgemeinen sowie psychischen Gesundheit untersucht. Ergebnisse: Alltags- sowie Mehrfachdiskriminierung werden verstärkt von jüngeren, trans oder genderdiversen Personen sowie Menschen in sozioökonomisch benachteiligten Lagen und mit Migrationsgeschichte berichtet. Die Häufigkeit des Erlebens von Alltags- sowie Mehrfachdiskriminierung ist graduell mit einer schlechteren allgemeinen und psychischen Gesundheit assoziiert. Schlussfolgerungen: Diskriminierung ist eine relevante soziale Determinante der Gesundheit. Die Ergebnisse bekräftigen den Ansatz der Weltgesundheitsorganisation, den Abbau und das Überwinden von Diskriminierung als ein zentrales Handlungsfeld zur Förderung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit zu begreifen.              Long COVID bei Erwachsenen – eine aktuelle Bestands­aufnahme zu gesundheitlichen Langzeit­folgen nach SARS-CoV-2-Infektion Wed, 25 Feb 2026 08:00:00 +0100 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2026_11_02_Long_COVID.html Abstract: Hintergrund: SARS-CoV-2-assoziierte gesundheitliche Langzeitfolgen stellen Public Health und Gesundheitsforschung weltweit vor große Herausforderungen. Methode: Basierend auf einer fortlaufenden Literaturrecherche wurde ein narratives Review (Stand Juni 2025) zu Epidemiologie und Public-Health-Auswirkungen von Long COVID bei Erwachsenen erarbeitet. Ergebnisse: Anhand von bevölkerungsbezogenen, kontrollierten Studien treten Long-COVID-Symptome mit einer Häufigkeit von etwa 10 – 15 % bei SARS-CoV-2-infizierten Erwachsenen auf. Neben dem COVID-19-Impfstatus und der Virusvariante wird das Risiko für Long-COVID-Symptome vor allem durch gesundheitliche Vorbelastungen und soziodemografische Faktoren beeinflusst. Bei den meisten Betroffenen bilden sich die Long-COVID-Symptome innerhalb eines Jahres zurück. Insbesondere multiple und länger anhaltende Beschwerden können mit erheblichen Einschränkungen von Lebensqualität, Funktionsfähigkeit und Teilhabe sowie einem erhöhten medizinischen Versorgungbedarf einhergehen. Darüber hinaus mehren sich Hinweise auf einen infektions-assoziierten Anstieg an neu diagnostizierten Symptomkomplexen, Organschäden und chronischen Erkrankungen, was zur fortwährenden Public-Health-Relevanz von Long COVID beiträgt. Schlussfolgerungen: Long COVID stellt nicht nur für Betroffene und ihre Angehörigen eine große Belastung dar, sondern geht auch mit nicht einschätzbaren längerfristigen Folgen für die Bevölkerungsgesundheit und das Versorgungssystem einher.              Wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit in Deutschland in den Jahren 2014/2015 und 2024 Wed, 04 Feb 2026 08:00:00 +0100 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/FactSheets/JHealthMonit_2026_11_01_Gesundheitsgefaehrdung_Erwerbsarbeit.html Abstract: Hintergrund: Erwerbsarbeit kann die Gesundheit von Beschäftigten erheblich beeinflussen. Dieser Beitrag beschreibt die wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit in Deutschland. Methode: Analysiert wurden Daten von Voll- und Teilzeiterwerbstätigen im Alter von 18 bis 64 Jahren aus den Studien GEDA 2014/2015-EHIS (6.782 Frauen, 6.170 Männer) und dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 (10.634 Frauen, 8.907 Männer). Die wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit wurde durch eine vierstufige Likert-Skala erfasst und altersstandardisiert nach Geschlecht und Qualifikationsniveau ausgewertet. Ergebnisse: Etwa ein Viertel der Erwerbstätigen berichtet in beiden Erhebungszeiträumen eine starke oder sehr starke Gesundheitsgefährdung durch ihre Erwerbsarbeit. Bei Frauen lag die Prävalenz in 2024 höher als etwa zehn Jahre zuvor. Die höchsten Prävalenzen zeigen sich bei Männern mit niedrigem Qualifikationsniveau. Schlussfolgerung: Arbeitsbedingungen bleiben zentrale Ansatzpunkte für Prävention und Gesundheitsförderung – auch mit Blick auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit.