Robert Koch-Institut: Journal of Health Monitoring https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/journal-of-health-monitoring-node.html Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Journal of Health Monitoring.    de-de    Copyright by Robert Koch-Institut. Alle Rechte vorbehalten    webmaster@rki.de    webmaster@rki.de    60          Ein Jahr nach der Teillegalisierung in Deutschland: Trends des Cannabiskonsums junger Menschen von 2008 bis 2025 Wed, 01 Jul 2026 09:00:00 +0200 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/FactSheets/johm_11_11_DE.html Abstract: Hintergrund: Ein Jahr nach der Teillegalisierung von Cannabis wurden Auswirkungen auf den Cannabiskonsum junger Menschen in Deutschland untersucht. Methode: Auf Grundlage von zwölf repräsentativen Studien aus den Jahren 2008 bis 2025 wurden Veränderungen der 12-Monats-Prävalenz des Cannabiskonsums von 12- bis 17-jährigen Jugendlichen und 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen dargestellt und zeitliche Trendverläufe geschätzt. Ergebnisse: Bei weiblichen und männlichen Jugendlichen sowie jungen Frauen kam es zwischen 2023 und 2025 zu keiner statistisch signifikanten Veränderung der 12-Monats-Prävalenz des Cannabiskonsums. Bei jungen Männern zeigte sich hingegen ein statistisch signifikanter Anstieg des Konsums. Dieser stellt jedoch keine neue Entwicklung dar, sondern setzt einen Trend fort, der in dieser Gruppe seit 2008 zu beobachten ist. Schlussfolgerungen: Ein Jahr nach der Teillegalisierung fand sich kein Hinweis eines unmittelbaren Effekts auf die Verbreitung des Cannabiskonsums unter jungen Menschen in Deutschland. Weitere Studien sollten die zukünftige Entwicklung beobachten.              Psychische Gesundheit geflüchteter Menschen aus der Ukraine in Deutschland im Vergleich mit anderen Bevölkerungs­gruppen – Ergebnisse der IAB-BAMF-SOEP-Befragung 2023 Wed, 01 Jul 2026 09:00:00 +0200 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/johm-11-10-DE.html Abstract: Hintergrund: Bislang ist wenig über die psychische Gesundheit von geflüchteten Menschen aus der Ukraine in Deutschland bekannt. Ziel ist es daher, das Vorliegen einer depressiven (DS) und Angstsymptomatik (AS) bei geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu beschreiben, relevante Einflussfaktoren zu identifizieren und die Prävalenzen psychischer Belastungen mit anderen Herkunftsgruppen zu vergleichen. Methode: Die Auswertungen basieren auf der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (2023), ergänzt um Daten der SOEP-Hauptbefragung. Es wurden altersadjustierte Prävalenzen der psychischen Belastungen von Menschen ohne Migrationsgeschichte (n =13.210), mit eigener Migrationserfahrung (n = 4.889) sowie von geflüchteten Menschen aus der Ukraine (n = 3.039) und jenen aus Afghanistan, Irak, Iran und Syrien (n = 3.011) berechnet. Um Zusammenhänge zwischen den psychischen Belastungen und ausgewählten sozialen Determinanten zu untersuchen, wurden Prevalence Ratios mittels Poisson-Regressionen geschätzt. Ergebnisse: Die altersadjustierten Prävalenzen einer DS (21 %) und AS (13 %) sind bei geflüchteten Menschen aus der Ukraine höher als bei Menschen mit und ohne Migrationserfahrung. Insgesamt berichten Frauen – unabhängig vom Vorliegen einer Migrations- oder Fluchterfahrung – häufiger von psychischen Belastungen als Männer. Soziale Einbindung, Diskriminierungserfahrungen sowie Erwerbstätigkeit stellen für geflüchtete Menschen aller betrachteten Herkunftsländer relevante Determinanten der psychischen Gesundheit dar. Bei Ukrainerinnen und Ukrainern zeigen sich zudem Zusammenhänge mit Alter, Geschlecht, Einkommen sowie Wohnzufriedenheit, während Deutschkenntnisse für geflüchtete Menschen aus anderen Herkunftsländern bedeutsam waren. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse verweisen auf einen hohen psychosozialen Versorgungsbedarf. Zudem sind postmigratorische Faktoren eng mit den psychischen Belastungen verbunden, wobei insbesondere Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen mit einer schlechteren psychischen Gesundheit assoziiert sind.              Wahrgenommener Stress und Coping bei Erwachsenen in Deutschland: Ergebnisse aus dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 Wed, 17 Jun 2026 09:00:00 +0200 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/johm-11-08-DE.html Abstract: Hintergrund: Stress und Coping sind zentrale Determinanten der psychischen Gesundheit, jedoch liegen für Deutschland kaum repräsentative Daten vor. Diese Studie liefert bevölkerungsbezogene Ergebnisse zur Häufigkeit von Stress, Coping und deren Zusammenhang. Methode: Datengrundlage war die repräsentative Studienreihe „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts (Welle 2024; n = 27.102, 51,1 % Frauen, 18 – 99 Jahre). Es erfolgten deskriptive Analysen von Stress (Perceived Stress Scale; PSS-10) und Coping (Short Adult Coping Scale; SACS-16) nach Geschlecht, Alter und Bildung sowie Regressionsanalysen zu deren Zusammenhängen. Ergebnisse: Etwa 20 % der Befragten wiesen eine erhöhte Stressbelastung auf, insbesondere Frauen, Personen im erwerbsfähigen Alter und Personen mit niedrigen und mittleren formalen Bildungsabschlüssen. Problemlösen, proaktives Coping und Coping-Flexibilität waren mit geringerem, Verdrängung und Wunschdenken mit höherem Stresserleben assoziiert. Unterschiede in Copingstrategien zeigten sich vor allem nach Altersgruppen. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse unterstreichen die Public-Health-Relevanz von Stress und weisen auf mögliche Ansatzpunkte für Präventionsmaßnahmen durch die Förderung geeigneter und zielgruppenspezifischer Copingstrategien hin.              Ein- und Durchschlafstörungen bei Erwachsenen in Deutschland. Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024 Wed, 03 Jun 2026 09:00:00 +0200 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/FactSheets/JHealthMonit_2026_11_07_Ein-und_Durchschlafstoerungen.html Abstract: Hintergrund: Schlafstörungen können mit negativen Folgen für die Lebensqualität, Funktionsfähigkeit und Gesundheit einhergehen. In diesem Beitrag wird die Verbreitung von Ein- und Durchschlafstörungen bei Erwachsenen in Deutschland im Jahr 2024 untersucht. Methode: Im Panel „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts wurden n = 27.038 Teilnehmende (51,1 % weiblich) zur Häufigkeit von Ein- und Durchschlafstörungen in den letzten vier Wochen befragt. Die Analysen wurden nach Geschlecht, Alter und Bildung stratifiziert. Ergebnisse: Insgesamt gaben 16,3 % der Befragten Ein- und 31,7 % Durchschlafstörungen an. Es bestehen Geschlechts-, Alters- und Bildungsunterschiede, wobei sich höhere Prävalenzen insbesondere bei Frauen und Menschen aus der niedrigen Bildungsgruppe zeigten. Schlussfolgerungen: Etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland berichtet Ein- oder Durchschlafstörungen. Die Ergebnisse betonen die hohe Public-Health-Relevanz von Problemen beim Ein- und Durchschlafen.              Das Unfallgeschehen bei Erwachsenen in Deutschland – Ergebnisse aus dem Unfallmodul des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024 Wed, 20 May 2026 09:00:00 +0200 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2026_11_06_Unfallgeschehen.html Abstract: Hintergrund: Unfälle verursachen menschliches Leid, hohe Kosten und sie sind eine relevante Todesursache. 34.060 Menschen starben in Deutschland im Jahr 2024 durch Unfälle. Daten zum nicht-tödlichen Unfallgeschehen liefert das Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 des Robert Koch-Instituts. Methode: Im Unfallmodul der Studie gaben 26.923 Personen ab 18 Jahren Auskunft über unfallbedingte Verletzungen in den letzten zwölf Monaten, die ärztlich versorgt wurden. Zum letzten Unfall wurden detaillierte Angaben erfasst. Unfallprävalenzen (95 %-KI) und weitere Ergebnisse zum Unfallgeschehen (Anteile mit 95 %-KI) wurden berechnet. Ergebnisse: Insgesamt berichten 9,5 % der Frauen und 10,5 % der Männer von mindestens einer Unfallverletzung. Der Unterschied ist signifikant. Der größte Teil der Unfälle passierte zu Hause (36,0 %), es folgen Verkehr, Freizeit und Arbeit. Unfälle passieren bei Frauen signifikant häufiger zu Hause und seltener am Arbeitsplatz als bei Männern. Im Arbeitsunfallgeschehen bei Männern gibt es Unterschiede nach Bildung. Der häufigste Unfallmechanismus ist der Sturz (30,4 %). Bei Frauen ereignen sich signifikant mehr Unfälle durch Stürze als bei Männern. Fast jedes fünfte Unfallopfer wurde stationär im Krankenhaus behandelt (18,7 %). Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse verdeutlichen die gesellschaftliche Relevanz von Unfallverletzungen. Erste Analysen des Unfallmoduls identifizieren zentrale Unfallorte und betroffene Gruppen. Weitere Auswertungen sollen Präventionspotenziale detaillierter aufzeigen.              Kontextfaktoren für die Surveillance nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) in Deutschland: Politische, soziale und umweltbezogene Indikatoren Wed, 29 Apr 2026 09:00:00 +0200 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2026_11_05_Kontextfaktoren_NCD.html Abstract: Hintergrund: Die Gesundheit der Bevölkerung wird durch politische, soziale und umweltbezogene Rahmenbedingungen – in der vorliegenden Arbeit als Kontextfaktoren bezeichnet – geprägt, die das Risiko für Typ-2-Diabetes und weitere nichtübertragbare Krankheiten (NCD) beeinflussen. Der Artikel gibt einen Überblick über ausgewählte Indikatoren aus diesem Bereich. Methode: Die Indikatoren wurden basierend auf einer Literaturrecherche und einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter Berücksichtigung ihrer Relevanz für die Prävention von Diabetes und anderen NCD sowie ihrer Datenverfügbarkeit entwickelt. Für die Operationalisierung wurden verfügbare bundesweite Daten verwendet. Ergebnisse: Es wurden sechs Indikatoren konsentiert: Tabakkontrolle, Verbraucherpreisindex, Lebensmittelbesteuerung und Präventionsausgaben für den Bereich Gesundheitspolitische Maßnahmen, Armutsrisikoquote für den Bereich Arbeit und Soziales sowie Verkehrsmittelnutzung für den Bereich bebaute und physische Umwelt. Die Zeitreihen zu diesen Indikatoren sind in die NCD-Surveillance des Robert Koch-Instituts (RKI) integriert und werden auf dem Webportal der Gesundheitsberichterstattung dargestellt. Die Ergebnisse für alle Indikatoren weisen auf unzureichende Präventionsmaßnahmen hin. Schlussfolgerungen: Indikatoren zu Rahmenbedingungen tragen dazu bei, die zeitliche Entwicklung von verhältnisbasierten Einflussfaktoren der Gesundheit abzubilden. Im Rahmen der NCD-Surveillance am RKI ist die kontinuierliche Weiterentwicklung dieses Themenbereichs vorgesehen.