Robert Koch-Institut: Journal of Health Monitoring https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/journal-of-health-monitoring-node.html Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Journal of Health Monitoring.    de-de    Copyright by Robert Koch-Institut. Alle Rechte vorbehalten    webmaster@rki.de    webmaster@rki.de    60          Long COVID bei Erwachsenen – eine aktuelle Bestands­aufnahme zu gesundheitlichen Langzeit­folgen nach SARS-CoV-2-Infektion Wed, 25 Feb 2026 08:00:00 +0100 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2026_11_02_Long_COVID.html Abstract: Hintergrund: SARS-CoV-2-assoziierte gesundheitliche Langzeitfolgen stellen Public Health und Gesundheitsforschung weltweit vor große Herausforderungen. Methode: Basierend auf einer fortlaufenden Literaturrecherche wurde ein narratives Review (Stand Juni 2025) zu Epidemiologie und Public-Health-Auswirkungen von Long COVID bei Erwachsenen erarbeitet. Ergebnisse: Anhand von bevölkerungsbezogenen, kontrollierten Studien treten Long-COVID-Symptome mit einer Häufigkeit von etwa 10 – 15 % bei SARS-CoV-2-infizierten Erwachsenen auf. Neben dem COVID-19-Impfstatus und der Virusvariante wird das Risiko für Long-COVID-Symptome vor allem durch gesundheitliche Vorbelastungen und soziodemografische Faktoren beeinflusst. Bei den meisten Betroffenen bilden sich die Long-COVID-Symptome innerhalb eines Jahres zurück. Insbesondere multiple und länger anhaltende Beschwerden können mit erheblichen Einschränkungen von Lebensqualität, Funktionsfähigkeit und Teilhabe sowie einem erhöhten medizinischen Versorgungbedarf einhergehen. Darüber hinaus mehren sich Hinweise auf einen infektions-assoziierten Anstieg an neu diagnostizierten Symptomkomplexen, Organschäden und chronischen Erkrankungen, was zur fortwährenden Public-Health-Relevanz von Long COVID beiträgt. Schlussfolgerungen: Long COVID stellt nicht nur für Betroffene und ihre Angehörigen eine große Belastung dar, sondern geht auch mit nicht einschätzbaren längerfristigen Folgen für die Bevölkerungsgesundheit und das Versorgungssystem einher.              Wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit in Deutschland in den Jahren 2014/2015 und 2024 Wed, 04 Feb 2026 08:00:00 +0100 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/FactSheets/JHealthMonit_2026_11_01_Gesundheitsgefaehrdung_Erwerbsarbeit.html Abstract: Hintergrund: Erwerbsarbeit kann die Gesundheit von Beschäftigten erheblich beeinflussen. Dieser Beitrag beschreibt die wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit in Deutschland. Methode: Analysiert wurden Daten von Voll- und Teilzeiterwerbstätigen im Alter von 18 bis 64 Jahren aus den Studien GEDA 2014/2015-EHIS (6.782 Frauen, 6.170 Männer) und dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 (10.634 Frauen, 8.907 Männer). Die wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit wurde durch eine vierstufige Likert-Skala erfasst und altersstandardisiert nach Geschlecht und Qualifikationsniveau ausgewertet. Ergebnisse: Etwa ein Viertel der Erwerbstätigen berichtet in beiden Erhebungszeiträumen eine starke oder sehr starke Gesundheitsgefährdung durch ihre Erwerbsarbeit. Bei Frauen lag die Prävalenz in 2024 höher als etwa zehn Jahre zuvor. Die höchsten Prävalenzen zeigen sich bei Männern mit niedrigem Qualifikationsniveau. Schlussfolgerung: Arbeitsbedingungen bleiben zentrale Ansatzpunkte für Prävention und Gesundheitsförderung – auch mit Blick auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit.              Depressive und Angstsymptomatik bei Erwachsenen in Deutschland: Ergebnisse aus dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 Fri, 05 Dec 2025 08:00:00 +0100 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2025_4_Panel_Depression_Angst.html Abstract: Hintergrund: Telefonsurveys zeigen für 2020 – 2023 eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Für das Jahr 2024 werden Ergebnisse aus dem neuen Panel „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts zu depressiver und Angstsymptomatik vorgestellt und in bestehende Zeitreihen eingeordnet. Methode: Mit Daten von n = 27.102 schriftlich bzw. online befragten Teilnehmenden wurden Prävalenzen geschätzt und Subgruppenunterschiede untersucht. Trends 2014 – 2024 wurden unter Berücksichtigung von Methodenbrüchen modelliert. Ergebnisse: Im Jahr 2024 wiesen geschätzt 22 % der Erwachsenen eine depressive Symptomatik auf (PHQ-9 ≥ 10), 14 % eine Angstsymptomatik (GAD-7 ≥ 10). Bei 8 % der Erwachsenen lag eine mittelschwere bis schwere depressive oder Angstsymptomatik vor (PHQ-9/GAD-7 ≥ 15). Frauen, jüngere Erwachsene sowie Personen mit niedriger oder mittlerer Bildung waren häufiger betroffen. Besonders hoch war die Belastung unter jungen Frauen: 47 % wiesen eine depressive oder Angstsymptomatik auf. Die Anteile 2024 liegen deutlich über den Vorjahreswerten, wobei diese Unterschiede größtenteils auf den Methodenwechsel zurückzuführen zu sein scheinen. Ob sich der von 2020 – 2023 beobachtete Anstieg weiter fortsetzt, kann auf Grund der veränderten Methodik nicht abschließend beurteilt werden. Schlussfolgerungen: Es besteht weiterhin hoher Bedarf an Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung. Die Etablierung des RKI-Panels in den kommenden Jahren ermöglicht in Zukunft eine methodisch konstante Beobachtung depressiver und Angstsymptomatik, welche eine zentrale Voraussetzung für die zuverlässige Beurteilung von Trends in der Bevölkerung darstellt.              Gesundheitsmonitoring am Robert Koch-Institut – Auswirkungen eines veränderten Studiendesigns auf Stichprobenzusammensetzung und Prävalenzschätzer durch den Start des Panels „Gesundheit in Deutschland“ Fri, 05 Dec 2025 08:00:00 +0100 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/ConceptsMethods/JHealthMonit_2025_4_Panel_Auswirkungen_Studiendesign.html Abstract: Hintergrund: Das Robert Koch-Institut (RKI) beobachtet mit wiederholten Datenerhebungen kontinuierlich zentrale Gesundheitsindikatoren in der Allgemeinbevölkerung. Da Änderungen im Erhebungsdesign die Prävalenzschätzungen beeinflussen und somit eine Trendinterpretation erschweren können, wurde der Start des RKI-Panels „Gesundheit in Deutschland“ durch eine Methodenstudie begleitet. Methode: Das RKI-Panel beruht auf einer Zufallsstichprobe aus Einwohnermeldeamtsdaten und selbstadministrierter schriftlicher Befragung (online oder Papier). Stichprobenzusammensetzung, Prävalenzschätzer und Antwortverhalten wurden mit parallel erhobenen Daten des Telefonsurveys GEDA 2024 verglichen. Zur Quantifizierung methodenbedingter Unterschiede in den Prävalenzschätzern wurden Daten früherer Surveys zur Modellierung einbezogen. Ergebnisse: Im RKI-Panel 2024 konnten junge Erwachsene, Hochaltrige und Personen mit niedriger Bildung besser erreicht werden. Die Prävalenzschätzungen weichen teils deutlich von GEDA 2024 ab, insbesondere bei Indikatoren der psychischen Gesundheit und deren Einflussfaktoren. Im RKI-Panel zeigt sich bei Hochaltrigen häufiger eine eingeschränkte körperliche, bei jungen Erwachsenen eine schlechtere psychische Gesundheit. Über die Modellierung kann meist – trotz methodenbedingter Prävalenzunterschiede – der Trendverlauf beurteilt werden. Schlussfolgerungen: Das RKI-Panel bildet die Bevölkerung in Deutschland realistischer ab als die bisherigen Telefonsurveys. Prävalenzabweichungen begründen sich in Effekten des Erhebungsmodus, des Fragebogendesigns sowie veränderter Stichprobenzusammensetzung.              Panel „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts – Hintergrund und Methode der Jahreserhebung 2024 Fri, 05 Dec 2025 08:00:00 +0100 https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/ConceptsMethods/JHealthMonit_2025_4_Panel_Methode_Jahreserhebung.html Abstract: Hintergrund: Das Panel „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts (RKI) bietet als neue Datenerhebungs-Infrastruktur des RKI die Möglichkeit regelmäßig Primärdaten zu Public-Health-relevanten Themen der Bevölkerung in Deutschland zu erheben (Erhebungsmodus: Online – CAWI und schriftlich – PAPI). Dieser Artikel stellt die Teilnahmequoten der Teilwellen sowie die Zusammensetzung der Stichprobe dar. Zudem werden Besonderheiten der Jahreserhebung 2024 beschrieben. Methode: Die Jahreserhebung 2024 schloss sich an die initiale Rekrutierungsstudie des RKI-Panels an. Für diese Befragungswelle wurden die registrierten Panel-Teilnehmenden in drei Teilwellen mit vier unterschiedlichen Fragebögen zu unterschiedlichen Themen befragt. Ergebnisse: In den drei Teilwellen der Jahreserhebung 2024 wurden Teilnahmequoten zwischen 81,3 % und 75,3 % erzielt. In der ersten Teilwelle nahmen 38.212 Personen teil, in der zweiten konnten 36.134 Interviews realisiert werden. Die dritte und letzte Teilwelle umfasste 35.786 Interviews. Schlussfolgerungen: Mit der Jahreserhebung 2024 steht eine umfassende Datengrundlage für verschiedene Public-Health-relevante Fragestellungen zur Verfügung. Folgende Themenbereiche sind berücksichtigt: körperliche und psychische Gesundheit, Inanspruchnahme von Versorgung, gesundheitsrelevantes Verhalten, Gesundheitskompetenz, soziale Rahmenbedingungen sowie der Zusammenhang von Klimawandel und Gesundheit. Die Daten beziehen sich auf die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.